Dienstag, 11. Dezember 2007

Heimkehr

Ja, ihr habt richtig gelesen, ich bin wieder zurück in der kalten Schweiz. Gründe dafür gibt es einige, hier werde ich euch die wichtigsten auflisten:

Am Dienstag hatten wir von der Childline abgemacht, gemeinsam essen zu gehen. Zuvor sollten jedoch noch an die 40 Couverts mit der Adresse vom Spital beschriftet werden. Jedoch war der Stempel kaputt und eine Mitarbeiterin versuchte über eine Stunde, den Stempel zu reparieren. Als dies nicht möglich war, begann Muthumari (eine andere Mitarbeiterin) von Hand auf jedes Couvert die Adresse zu schreiben. Ich wollte ihr dabei helfen und begann in Blocksschrift die Adresse auf die Couverts zu schreiben. Nachdem ich zwei Couverts beschrieben habe, kommt die andere Mitarbeiterin in den Raum, schreit mit mich ‚oh my god’ an und reisst mir das Couvert aus der Hand. Die drei Frauen der Childline stritten während über 30min, warum genau war mir nicht klar. Angeblich könne die indische Post meine Schrift nicht lesen. Später habe ich erfahren, dass ich nicht die Arbeit von jemandem in der Childline übernehmen dürfe, da diese ansonsten ihre Stelle verlieren würden… Ich wollte ja nur helfen!

Am Montag habe ich David kennen gelernt, er ist Student am College das mit dem Spital verbunden ist. Er hat mich eingeladen, mir mittwochs das College zu zeigen und mir verschiedene Leute vorzustellen, darunter auch Kristine, eine deutsche Lehrerin die seit 20 Jahren in Madurai lebt.
Ich habe also um Erlaubnis gefragt, ob ich mit David am Nachmittag ins College gehen kann. Aber niemand hat mir erlaubt, mit ihm mitzugehen. Richards (Chef der Childline, mein direkter Verantwortlicher) meinte, ich soll die Medicalsuprenant um Erlaubnis fragen. Diese wiederum meinte, ich solle die Nursesuprenant fragen, welche mich an Dr. Dodd (Chefarzt) weiterleitete. Dodd hat aus folgenden Gründen nein gesagt:

- Es ist angeblich für die, welche im Hostel wohnen (also den beiden Räumen in denen ich schlief) nicht erlaubt einfach so unter der Woche den Campus zu verlassen. Da ich dort wohne, habe ich mich an die Regeln zu halten!

- Falls ich diese Regel verletzen würde und ohne Erlaubnis den Campus verlassen würde, würde ich rausgeschmissen und nach Trivandrum zurückgeschickt werden.

- Ich sei im Spital um etwas zu lernen und um zu arbeiten (ok, nur keine der Krankenschwestern oder eine der Frauen bei Childline spricht genug Englisch um mir zu erklären was sie machen, geschweige dann, wie ich ja gesehen habe am Tag zuvor, darf ich etwas machen!). Ich soll also weiterhin in der Childline sitzen, und den Frauen zusehen wie sie Telefongespräche in Tamil führen. Sie konnten mir nicht erklären, wer und weshalb jemand angerufen hat.

Niemand hatte in diesem Spital das Gefühl für mich verantwortlich zu sein. Es war ja nicht so, dass ich jemand brauchte der mich ständig begeleitete und sagen sollte was ich machen soll, aber wenn jemand wie David garantiert, mich wieder zurückzubringen sollte ich doch ins College gehen können.
Ich habe vier Wochen versucht, mit den Menschen dort zu sprechen. Die wenigsten sprechen Englisch, und wenn dann nur gerade so viel dass sie sich nach deinem Wohlergehen und deiner Familie erkundigen können. Meist verständigte ich mich mit Hand und Fuss. Und ich hatte gehofft, dies würde im Spital besser werden, was jedoch nicht der Fall war.

Am Mittwochabend hatte ich ein Gespräch mit Dr. Dodd. An meinem ersten Tag hatte er mir versichert, ich könne mit jedem Problem zu ihm kommen. In diesem relativ einseitigen Gespräch teilte er mir mit, er hätte die Verantwortung für mich, und ich würde keine Stunde allein auf den Strassen Madurais überleben. Warum also solle er sich das Leben schwer machen indem er mich ausserhalb des Campus gewähren liesse? Niemand würde mich zwingen, hier zu bleiben, wenn ich aber hier sei, hätte ich mich an die Regeln zu halten; das heiss: Nur sonntags und mit Begleitung und Bewilligung darf ich den Campus verlassen. Ansonsten verbringe ich meine ganze Zeit im Spital.
Unter diesen Umständen konnte ich mir beim besten Willen nicht vorstellen noch weitere 5 Wochen im Spital zu verbringen.

Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen bedanken, die mir in irgendeiner Weise geholfen haben meinen Traum, nach Indien zu reisen, zu verwirklichen. Speziell erwähnen möchte ich die Familie Amirtham, besonders Lily, welche alles in ihrer Macht stehende getan hat, damit ich mich in Indien wohl fühle, und meiner Familie & Ste, welche mich vor, während und auch jetzt nach der Reise unterstützen! Danke!

Ich werde so schnell wie möglich versuchen, Bilder von meinen vier interessanten & schönen Wochen in Indien auf dem Blogg zu veröffentlichen. Also bis später!
Wünsche allen eine schöne Adventszeit und jetzt schon mal schöne Weihnachten! Eure Selina

Montag, 3. Dezember 2007

Spital = Spital??

Gestern Morgen hatte ich die Moeglichkeit, zusammen mit Dr Dodd (er ist der Chefarzt) und 6 Krankenschwestern (ja, ihr habt richtig gelesen, das war immer sehr eng in den kleinen Zimmern) auf Patientenvisite zu gehen. Ihr muesst euch das etwa so vorstellen: Dr Dodd stresst voraus, rein ins Zimmer, wir alle auch ins Zimmer, Tuere zu, Dodd fragt den Patienten etwas, wirft einen Blick in die Patientenakte die eine Krankenschwester ihm hinhaelt, macht einen Komentar und weiter gehts. Tja, so braucht man insgesamt nur etwas mehr als eine Stunde um bei jedem Patienten kurz vorbeigeschaut zu haben. Auch auf die Intensivstation sind wir alle mitgegangen, mussten einfach unsere Schlarpen wechseln. Aber keinen Mundschutz oder sonst was in diese Richtung anziehen. Auf einem anderen Stock hat Dr Dodd noch kurz eine Endoskopie (mit dem Schlauch in den Magenhinunterfilmen ;)) gemacht, alle standen um das Bett herum und haben zugeschaut. Als der Patien anfing wuergelaute von sich zu geben, musste ich mich setzen... Ich hoffe ganz fest, ich muss in Indien nie ein Spital aufsuchen!! Man muss jedoch erwaehnen, es ist ein Privatspital wo ich arbeite, also nicht eines von der Regierung (die sind fuer Europaeer meist sehr `unbefriedigend`).

Indischer Gegensatz Nr. 4
In Indien ist das Kastensystem schon laengere Zeit verboten. Die Bevoelkerung lebt jedoch weiterhin mit diesem System. Die Regierung hat desshalb den Menschen in den unteren Kasten Stellen bei der Regierung angeboten. War es frueher das Ziel, durch Heirat in eine hoehere Kaste aufzusteigen, so ist es heute zum Teil er Fall, dass Leute aus einer hoeheren Kaste, die keinen Job haben, in eine tiefere Kaste wechseln wollen, damit sie beim Staat angestellt werden...

Sonntag, 2. Dezember 2007

Kulturschock innerhalb Indien??

In den letzten drei Tagen habe ich ja so einiges erlebt! :-)
Ich fange doch am Besten beim Donnerstag an: Fruehmorgens bin ich zusammen mit Pushpaleela ins Stadtzentrum gefahren und von dort sind wir mit dem Bus nach Parassala. Das Buessli war bereits gepackt und schon bald konnte die Fahrt ans Cape Commerin losgehen. Lily, Sam, ihre Freunde, ein Ehepaar aus England (Adel & Michael), Gaudam der `Junge fuer alles` und Stephan, der Fahrer waren mit von der Tour. Bereits am Mittag erreichten wir Kanyakumari (das Dorf an der Suedspitze) und bezogen unser Hotel. Das ganze Hotel war durch AC gekuehlt, wir alle hatten Zimmer mit Blick auf die beiden Inseln mit dem Tempel und der Statue, somit freie Sicht aufs Meer hinaus!
Am Nachmittag bin ich mit Adel, Michael und Gaudam mit der Faehre (und sehr vielen anderen Touristen, hauptsaechlich reichen Indern aus dem Norden) auf die beiden Inseln gefahren. Es war eine Sauhitze und da man immer die Schuhe ausziehen musste, rannte man von Schattenplatz zu Schattenplatz...
Am Abend spatzierten wir alle gemeinsam der Kueste entlang, besuchten den Annyakumaritempel und das Gandhigedenkmal (Gandhis letzter Wunsch war, das seine Asche an der Suedspitze ins Meer gestreut wurde) und warteten gespannt auf den Sonnenuntergang. Leider war der Horizont leicht verhangen, und so konnten wir leider keinen Sonnenuntergang ueber dem Meer geniessen. Jedoch sahen wir ja von unserem Hotel direkt aufs Meer, so dass wir auf einen schoenen Sonnenaufgang hoffen konnten.
Aber auch in dieser Hinsicht wurden wir leider endtaeuscht... Der Himmel war morgens um 6Uhr bewoelkt... :-(
Nach drei Wochen konnte ich zum ersten Mal wieder duschen, wie wir und das in Europa gewohnt sind: mit warmem Wasser und einer Dusche. :) Ich habe das glaub noch nie so genossen!!
Zum Fruehstueck goennte ich mir die Amerikanische Variante, dh. ich ass Porridge, Ei und Toast und Gonfi. Bereits nach drei Wochen kann ich zum Teil die verschiedenen Indischen Fruehstuecks nicht mehr `geniessen`. ;)

Anfangs Nachmittag waren wir bereits wieder in Parassala, wo Lily ein koestliches Mittagessen zubereitete. Dort teilte sie mir dann auch mit, dass Jeykumars (der Cocordinator von PWDS, welcher mit mir nach Madurai fahren wird) Meeting abgesagt wurde und ich somit alleine mit dem Zug nach Madurai fahren werde. Jaja, wir sind ja flexibel. Obwohl, ein leicht mulmiges Gefuehl hatte ich bei dem Gedanken schon, das muss ich zugeben!!

Um fuenf nach fuenf kam dann auch der Zug. Er war puenktlich!! Kaum zu glauben!! Ich war sehr froh, hatte ich AC gebucht, denn die Hitze machte mir zu schaffen. Im Zug lernte ich einen Inder mit Frau kennen, welche in Abudabi leben, und dreimal jaehrlich nach Madurai pendeln weil sie dort irgendwelche Feste feiern. Diesesmal ist es eine Hochzeit. Er hat mich auch zu sich nach Hause eingeladen, mal sehen, was sich machen laesst.

Mit einer Stunde Verspaetung erreichte mein Zug um 11.30 Madurai. Dort wurde ich abgeholt und ins Spital gebracht. Khunsal (sprich Gunsal) begruesste mich und gab mir Tee zu trinken ;) Danach brachte sie mich in die Studentenunterkunft, wo ich voraussichtlich die naechsten 6Wochen wohne: Zwei Zimmer, durch eine Tuere verbunden, mit Steinboden. Geschlafen wird auf zwei Leintuechern auf dem Boden, so dass die `Better` am Morgen aus Platzgruenden wieder weggeraeumt werden koennen. Es schlafen 5-10 Krankenschwestern in diesen beiden Raeumen, jenachdem. Tja, dass ich keine Privatsphaere haben werde, war mir schon klar. Und dass es nicht unbedingt eine Dusche haben wird, auch mit dem habe ich gerechnet. Aber nicht bloss ein WC und ein Raum mit Loch am Boden zum duschen, vielleicht ein Bruenneli zum Zaehneputzen waere ja doch drinngelegen... Tja, ich werds ueberleben!!

Gestern wurde ich durch das ganze Spital gefuehrt, jeder Bereich wurde mir genaustens erklaert (auch wenn ich meistens trotzdem nicht ganz alles verstand, da ich erstens keine Aertztin bin und zweitens die Schwester die mich gefuehrt hat schelcht Englisch sprach). Dann konnte ich mir aussuchen wo ich am liebsten arbeiten wuerde (wobei die Moeglichkeit ja eigentlich relativ beschraenkt ist...!) und ich entschied mich fuer die ChildHotline. Was das genau ist, werde ich euch spaeter noch genauer erklaeren.

Heute Sonntag ist nicht viel los im Spital, und ich bin mit Khunsal einkaufen gegangen. Mal schauen, was die naechste Woche bringt... Aja, mit Kulturschock innerhalb Indien (Titel) habe ich den Wechsel meiner Unterkunft vom beinahe Luxushotel zu meiner jetzigen Bleibe gemeint.

Mittwoch, 28. November 2007

Saree

Heute war mein letzter Tag in Kerala dieses Jahr. Morgen fahre ich naemlich mit Lily, Sam, ihren englischen Freunden, Steva dem Fahrer und Gaudam dem Hausjungen ans Cape Commerin. Das ist der suedlichste Punkt Indiens. Ich freue mich sehr, bei schoenem Wetter das Spektakel von gleichzeitigem Sonnenauf- & Mondniedergang zu sehen. :)

Dieses Wochenende werde ich mit Jeykumar, dem Co-cordinator von PWDS mit dem Zug nach Madurai fahren. Ei das wird bestimmt ein Erlebniss, aufgrund was ich alles schon von (Nichtindern) uebers zugfahren in Indien gehoert habe bin ich sehr gespannt! ;) Zum glueck haben wir AC gebucht, es ist naemlich immer heiss und feucht hier, was mir zum Teil recht zu schaffen macht!

Heute habe ich zum ersten Mal einen Saree getragen. Am Morgen brauchte Pushpaleela ueber 30 Minuten um mir die 5Meter Stoff umzubinden. Wenn der Saree erst ein Mal sitzt, ist es kein Problem mehr, den ganzen Tag mit ihm herumzulaufen. Nur, eben, bis er sitzt... ;)
Am Morgen hat mir Pushpaleela meinen linken Arm und meine Hand mit Mheendi (Hennapaste) bemalt, mein Arm sieht wunderschoen aus! Am Nachmittag sind wir in der Stadt herumspaziert, besuchten den Conmaramarket (nicht besonders schoen, aber stilecht ;)) und waren in mehreren Bilder- und Handcraftausstellungen. Jetzt am Abend schmerzen meine Beine, die 5 Meter Stoff sind nicht gerade leicht!!

So, ich melde mich wieder wenn ich im Spital angekommen bin. Bis dahin eine schoene Adventszeit!!

Montag, 26. November 2007

33 Grad und feucht!!

Schon wieder ist eine Woche vergangen und ich habe euch ganz vergessen mitzuteilen, was ich da so alles erlebe:
Gestern war ich am Morgen an einem Beauticionscourse von PWDS. Das ist ein Teil des Selfdeveloppementprogramms welches fuer Frauen aus dem Tsunamigebiet angeboten wird. Sie lernen dort waehrend drei Monaten wie man ein eigenes Business fuehrt, wie man Geld verdient und was man alles anbieten kann. So lernten sie gestern, wie man eine Braut fuer die Hochzeit schminkt und wie die Haut woechentlich gereinigt werden muss. Sie koennen dem Mittelstand so einen Dienst anbieten, wie wenn wir zur Kosmetikerin gehen wuerden. Es hat zu wenige Jobs in Indien, und so muessen die Frauen lernen, sich selber eine Arbeit zu geben und diese dann schrittweise auszubauen. Logischerweise muss das Ganze mit der Zeit auch rentieren.
Mein Wochenende habe ich bei einer typisch indischen Familie verbracht. Was mich aber erstaunthat ist, dass Rooby (sie ist eine der beiden Frauen im Office von R+D) mir gesagt hat, dass sie nur ein Kind will (Robert ist 8jaehrig) und ihm dafuer eine gute Ausbildung ermoeglichen will. Toll dass die Bemuehungen von R+D gefruchtet haben!! Rooby arbeitet naemlich seit 14 Jahren bei R+D, seit 12 Jahren ist sie verheiratet. Und vor drei Monaten sind sie in ihr neues Haus eingezogen. Sie war maechtig stolz mir alle Zimmer zu praesentieren. Stellt euch vor, die wohnen irgendwo in der Indischen Pampa draussen und empfangen einen DEUTSCHsprachigen TV-kanal. Deutsche welle. Habe mir dann zwei Stunden Nachrichten gegoennt, was richtig gut tat! Auch war isch ueberascht dass Roobies Mann fuer mich gekocht hat und den Abwasch erledigt hat. Lily hat mir spaeter erzaehlt, das gaebe es durchaus auch in Indien, einfach sehr selten!! Es war zum Teil sehr anstrengend, immer sagen zu muessen dass man keinen Hunger hat und nichts essen moechte. Ich konnte kaum eine Stunde in meinem Buch lesen (wir haben den ganzen Sonntag zu Hause verbracht) ohne dass sie mir nicht ein Schaelelchen mit irgendwas hingestellt haen und sagten: eat!! eat!!
Von Montag bis Donnerstag wohne ich diese Woche bei Pushpaleela. Der Sohn ihrer Cousine hat heute Morgen fuer mich die ueblichsten Zmorgen gekauft (5 verschiedene) und ich konnte von allen probieren. Es ist schon fein, aber immer warmes Fruehstueck mit irgendeiner Gemuesebruehe ist schon sehr gewoehnungsbeduerftig.
Heute Nachmittag machen wir einen Ausflug (mit dem Auto), mal schauen wos hingeht :)

Indischer Gegensatz Nr.3
Dass die Aufklaerung in den Schulen nicht gerade gross geschrieben wird habe ich von Lily gehoert und meinem Reiseknowhow habe ich entwnommen, dass Sex das grosse Tabuthema ist bei den Indern. Habe das ja selber gesehen im Gespraech mit Jasmin. Warum aber hat es dann in vielen Klatsch&Tratschheften halbseitige Kondomwerbungen?

Montag, 19. November 2007

It goes on...

Frueh am morgen (630) bin ich aufgestanden und mit Pushpaleela nach einem feinen Fruehstueck (irgendwelche reisnudeln mit kokosnuss und milch ;) *mmmhh*) zur Busstation gegangen. Dort haben wir eine halbe Stunde auf den Bus gewartet, doch der ist nicht gekommen... Also haben wir eine Autoriksha, ein Dreiraedriges motorwelotaxi (in Asien sonst auch Tuktuk genannt) genommen und sind zum trivandrum central gefahren. Von dort stiegen wir in den Bus um, der uns nach Marthandam gebracht hat. Dort steht eben das Zentrum von PWDS und heute morgen um 10 hat eine neues Developpement programm fuer Frauen angefangen. Gleichzeitig wurde der Sitzungsraum, der ueber der Garage erbaut wurde, eingeweiht. Pushpaleela und ich sind um genau 10uhr dort gewesen ;) angefangen haben wir um 1045 ;)!! Typisch indien halt! Wie sagt martina so schoen: Andersch...aber wudnerbar! =)Tja, nach etwa zwei Stunden, in denen jeder der Rang und Namen hat etwas vorgetragen hat (es war meeega langweilig, da alles auf Tamil war und ich kein bisschen was verstand) gabs Tee und Kuchen.

Bin heute noch aus dem PalmaGarden ausgezogen und schlafe jetzt in einem Altersheim. Toent vielleicht etwas lustig, aber dort sind Leute um mich herum, ich bin nicht allein (obwohl auch dort niemand Englisch spricht) und es ist nur zwei Minuten zu Fuss zu Lilly. Ich werde bei ihnen den Abend verbringen und dann ins Altersheim schlafen gehen.

Jetzt muss ich euch aber noch etwas erzaehlen, das glaubt mir keiner: Gestern lernte ich bei Pushpaleela eine Studentin (20)namens Jasmin (sprich tschaeaeaessmin ;)) kennen, die gerade in der WG oberhalb wohnt. Sie spricht sehr gut Englisch und wir haben uns am Nachmittag gemuetlich unterhalten. Ich habe sie nach ihrem Boyfriend gefragt und sie hat mir geantwortet ja sie habe einen Freund seit sechs Monaten. Wo sie ihn kennengelernt habe wollte ich wissen. Ich habe ihn noch nie gesehen, meine Eltern haben das ganze arrangiert. Ich telefoniere taeglich mit ihm und habe auch per Mail bereits ein Foto bekommen. Mitte Dezember werde ich ihn zum ersten Mal an einem Familientreffen sehen. Tja, dass es das immer noch gibt in Indien, das wusste ich ja, aber irgendwie hat es mich trozdem getroffen. Am Abend kam sie dann mit ihrem Natel zu mir und sagte: Joshu moechte dich sprechen. Ich war dann eine knappe halbe Stunde mit ihrem Freund am telefon, der mir den Auftrag gab, sie genau zu beschreiben, ihr Aussehen, ihr Lachen, ihre Art jemanden anzusehen etc (man muss erwaehnen, ich habe sie erst 5h zuvor kennengelernt ;)). Und dann kam der Hammer: Joshu meinte: Selina, du hast ja sicher Erfahrungen in so was. Weisst du, fuer mich ist es ein Zeichen von Liebe, wenn man sich kuesst. Und ich habe auch schon mit Jasmin darueber gesprochen, dass sie mich kuesst wenn sie mich das erste Mal sieht. Aber die indischen Maedchen sind eben so scheu, ich habe Angst dass sie mich nicht kuessen wird. (Gesichtsverlust vor der Familie??) Koenntest du ihr bitte erzaehlen wie es ist und ihr klarmachen, dass sie mich kuessen soll. Bitte hilf mir! Aber sag ihr nicht, was ich dir gesagt habe, sondern sage es ihr so von Frau zu Frau. OK?Tja, ich habe diesen Autrag so gut es ging erfuellt. Aber um ganz ehrlich zu sein, ich moechte nicht in ihrer Haut stecken! Die Arme tut mir richtig Leid! Stellt euch das mal vor!! Hat mich gerade recht verwirrt! Und ich frage mich ueber denn Sinn des Ganzen!! Nicht dass ich behaupte arrangierte Ehen seien schlechter als die bei uns, wenn man die hohe Scheidungsrate bedenkt, aber dass das ganze mit soo viel Druck und Angst verbunden ist, finde ich sehr hart! Man muss uebrigens erwaehnen, dass beide dem christlichen Glauben angehoeren. Also nichts von das ist halt im Hinduismus so ueblich. Nein, das ist Tradition!!

So, ich werde mich jetzt ins Wohnzimmer legen und ein bisschen in meinem Buch lesen.Verfriert mir nicht in der kalten Schweiz oder wo auch immer ihr sonst seit! ;)


Indischer Gegensatz Nr.2
Die Analphabetenrate ist in Kerala so tief, wie niergends sonst in Indien. Die Meisten koennen lesen und schreiben. Da Kerala weit entwickelt ist, haben sich auch Gewerkschaften gebildet, die gerne ab und zu streiken. Ist man mehr als zwei Wochen da (angeblich) ist man sicherlich von einer Panne aufgrund eines Streikes betroffen. Desshalb gibt es in Kerala kaum Industrie und die Arbeitslosenrate liegt sehr hoch!

Samstag, 17. November 2007

Erste Woche

Tja, jetzt bin ich schon bald eine Woche in Indien, und im Grossen und Ganzen gefaellt es mir gut! Ich weiss gar nicht wo ich anfange soll zu erzaehlen...

Also mein Zimmer im Guesthouse sieht folgendermassen aus: Ein sehr einfach eingerichteter Raum, ohne Bider. Drin stehen zwei grosse Better und ein Tisch, auf dem eine SChale gefuellt mit Bananen steht. In einem kleinen Nebenraum hat es ein Bruenelli und nebenan ein WC. Um mich zu waschen steht mir ein grosser Zuber und ein Wasserhahn zur Verfuegung. Tja, einfach aber praktisch!

Uebers Wochenende bin ich in die naechst groessere Stadt gefahren. Dh. fuer die etwa 45 kilometer benoetigten wir mit dem Bus 3h. Apropos busfahren: Stellt euch vor, ihr habt beide Fuesse direkt nebeneinander, haelt euch mit einer Hand an den Stangen an der Decke und mit der anderen klammert ihr euch an euren Rucksack. Man kann in so einen Bus durchaus auch einsteigen, wenn es kein Platz mehr hat!! No problem! (wie der Inder sagt ;))

Am Mittwoch Abend bin ich mit Bindu in einen Gottesdienst in einer nahegelegenen Kriche gegangen. Ok, ich habe rein gar nichts verstanden, aber es war einfach mega suess, wie etwa nach einer halben Stunde eine Frau aufgestanden ist, zum Mikro (jaaaa, die indischen Krichen haben sogar Mikrofone! Und das in einem aermeren Viertel! Da koennte sich doch so manche Kriche in der Schweiz ein Beispiel nehmen ;)) gegangen und hat mich auf Englisch herzlich willkommengeheissen und ein kleines Maedchen hat mir einen Blumenstrauss ueberbracht. Einfach total lieb!!
die Jungen in der Kirche haben mit mehreren Mikrofonen die LIeder die gesungen wurden begleitet. Den Text fuer die Lieder haben sie jedoch nicht aus Buechern abgelesen, sondern aus alten Agendas (Jahr 2005 /2006) in welche sie von Hand den Text gekrizelt haben.

In Kerala spricht man hauptsaechlich Mayalam. Da ich aber gleich an der Grenze zum District Tamil Nadu wohne, sprechen teils Leute (wie zum Beispiel Lilly) auch Tamil. Eine total andere Sprache, mit total anderen Schriftzeichen!

Es ist sehr anstrengend und nervenaufreibend, dass ich mit den meisten Menschen nicht kommunizieren kann. Sie verstehen zum teil gar kein Englisch, und wenn, dann nur gerade: whats your name? How are you? Apropos how are you: Eine Frau die im Verkauf von R+D arbeitet antwortet immer auf meine Frage how are you mit: Fine and nice, thank you ;) *hihi*
Als mir Bindu gestern Abend ihr Buch gezeigt hat, mit welchem sie Englisch lernt, konnte ich nach mehrmahligem fragen (auf verschiedenen Weisen) und auch mit Haenden und Fuessen nicht herausfinden, in welcher Lektion sie gerade sind... *schad*

Momentan ist es so um die 30 Grad warm, fuer mich eher zu warm und zu feucht!!
Ach ja, wir haben uebrigens eine Zeitdifferenz von 4.5h. Dh wenn es bei euch 12Uhr mittags ist, habe ich bereits halb 5 am abend. Nur so zur info.

Soo, hoffe ich konnte euch einen weiteren spannenden Einblick in mein neues Leben vermitteln! Pusbaleela wartet bereits, das Nachtessen ist fertig!! Melde mich wieder! Vermisse euch! Selina


Indischer Gegensatz Nr.1
Kerala ist der am weitesten entwickeltste District von ganz Indien. Die Analphabetenrate liegt fuer indische Verhaeltnisse sehr tief und ein grosser Teil der Menschen hat die Moeglichkeit, eine Ausbildung zu machen. Trotzdem liegen in Kerala und der Suedspize von Tamil Nadu die Mitgiftpreise (Preis den die Familie der Tochter an die Familie des Braeutigams zahlt) am hoechsten in ganz Indien!?

Dienstag, 13. November 2007

I arrived!!

Endlich bin ich im Land meiner Traeume angekommen: natuerlich mit ueber zwei Stunden verspaetung, wie es sich gehoert fuer Indien!!

Meine ersten Eindruecke (wobei ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll;)):

  • heiss
  • feucht
  • viele nette Menschen
  • warmes Fruehstueck *iii*
  • Heimweh
  • Tee mit viiiel Zucker
  • ...

Im Moment wohne ich im PalmaGarden, das ist ein Garten mit mehreren GuestHouses und verschiedenen Raeumlichkeiten wo Frauen und Kinder ausgebildet werden. So werden zum Beispiel naehkurse angeboten. Ich bin jedoch im Moment die Einzige die dort uebernachtet, und desshalb schlaeft Bindu, eine etwa 20jaehrige Frau, im gleichen Haus wie ich. Und der PalmaGarden wird immer von einem waiter bewacht.

Ich haette nie gedacht, dass ich als Weisse eine soo grosse Sehenswuerdigkeit darstelle. Egal wo ich hinkomme, innert wenigen Minuten stehen mindestens 20 Leute um mich herum. Viele wollen mich anfassen, andere getrauen sich nicht mir zu nahe zu kommen.

Mit dem Essen komme ich eigentlich ganz gut zurecht. Da ich eine eigene Koechin habe, wird mein Essen nicht mit chilli gewuerzt, was jedoch zur Folge hat dass vieles eher fad ist. Auch habe ich bis jezt noch kein Durchfall oder andere Wehwechen und Bobochen.

Was mach das Wetter in der Schweiz? Habe gehoert es schneit und windet viel?

Freue mich ueber jeden Kommentar! eure selina

Montag, 1. Oktober 2007

Nur noch etwas mehr als einen Monat... :-)

Wau, die Zeit rast nur so vorbei. Noch gut einen Monat und ich werde meine ersten Schritte auf indischem Boden machen. Letzten Freitag war ich im Globetrotterreisbüro am Rennweg und habe meine Gruppenreise von Geckosreisen gebucht. Geckos ist ein Reiseanbieter der seine Reisen speziell auf Jugendliche ausrichtet. Eigentlich bin ich ja nicht so ein Freund von Gruppenreisen, aber nach vielen langen Gesprächen mit Indienerfarenen kam ich zum Schluss, dass es wohl vernünftiger sei, wenn ich erst einige Erfahrungen in der Gruppe sammle, bevor ich auf eigene Faust durchs Land ziehe. Die meisten Mitreisenden sind als Singletraveller unterwegs. Und wer weiss, vielleicht ergibt sich bei Geckos ja der eine oder andere Kontakt um danach gemeinsam weiterzureisen. Für mehr Informationen: http://www.geckosadventures.comIn der nächsten Woche werde ich meinen Flug nach Thiruvananthapuram buchen, dann wird auch mein Abflugdatum bekannt.
Ich bin fleissig am impfen, Gesundheitsvorkehrungen treffen und mich auf vier Monate ohne Salat vorzubereiten...

Montag, 24. September 2007

Impfen... *auu*

Letzten Freitag besuchte ich das Impfzentrum in Zürich. Man kommt sich fast ein bisschen vor wie bei der Post, kurze Öffnungszeiten und wenn man das Gebäude betritt, muss man ein 'Zädeli' mit einer Nummer ziehen. Dann füllt jeder ein Durchschlagzettel aus, mit Adresse, Land, Dauer des Aufenthaltes, etc.
Als ich endlich an der Reihe war, wurde ich von der freundlichen Beraterin mit Infos über alle für Indien möglichen Impfungen überhäuft. Ich verliess das Impfzentrum mit einer Packung Malariaprophylaxe und Impfungen von Hepatitis A und Tollwut ;) Starrkrampf, Kinderlähmung, Mumpfs & Rötelen habe ich zum Glück schon in meinem Impfausweis vorweisen können. Dazu bekam ich noch ein Rezept für die Typhusschluckimpfung und mein Portemonaie war schliesslich um 200.- leichter. Nächste Woche werde ich erneut zur zweit- und dritt-Impfung ins Imfpzentrum gehen.
Ich sollte mir noch überlegen, ob ich mich auch gegen die Japanische Enzephalitis. Diese virale Krankheit wird durch Mücken übertragen. Meist tritt die Krankheit auf, wenn eine Schweinefarm und ein Pferdezucht nebeneinander liegen. Ich glaube eher nicht, dass ich mich dagegen impfen werde.
So, hoffen wir dass meine Impfungen für meine Gesundheitsvorsorge für Indien ausreichen.


Bild: Mücke die den Malariaerreger übertragen kann.
http://www.rolfs-reisen.de/hpbimg/malaria-muecke.jpg

Sonntag, 19. August 2007

Die größte Demokratie der Welt wird 60

Am vergangenen Mittwoch, den 15. August, feierte Indien 60 Jahre Unabhängigkeit. Heute feiern die Inderinnen, Inder und Indienfreunde im Zürcher Volkshaus. Um 11:00 gibts einen India Bazar & Indian Snacks, um 16.00 Cultural Program, um 18.00 das Independence Day Feast und danach eine Bollywood DJ Party. Alle sind herzlich eingeladen. Genauere Informationen gibts auf http://www.iazch.ch Leider kann ich an dieser tollen Veranstaltung nicht teilnehmen, da wir eben erst von zwei Wochen Rumänien nach Hause gekommen sind und noch einiges Verschiedenes zu erledigen ist. Schade!!

In Indien selber hielt am Mittwoch der indische Regierugnschef Manmohan Singh in Delhi eine Rede unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen. Singh betonte in seiner Rede, Indien dürfe nicht aus Wohlstandsinseln bestehen die von Armut umgeben seien. Das Problem der Unterernährung sei in seinem Lande eine "nationale Schande". Er versprach der Nation, seine Regierung werde eine neue Initiative im Kampf gegen die Armut aufnehmen.

60 Jahre sind also vergangen seit Staatsgründer Jawaharlal Nehru in der Nacht zum 15. August 1947 in Neu Delhi die Unabhängigkeit von Großbritannien verkündete. "Vor vielen Jahren haben wir eine Verabredung mit dem Schicksal getroffen, und nun ist es Zeit, unser Versprechen einzulösen", sagte Nehru damals. "Um Mitternacht, wenn die Welt schläft, wird Indien zum Leben und zur Freiheit erwachen."

Indiens erster Premier Nehru

Zwar hatte der Freiheitskampf Erfolg, der Traum Mahatma Gandhis von einem Staat, der alle Religionen, Volksgruppen und Schichten vereint, wurde aber mit der Teilung des Subkontinents in Pakistan und Indien nicht erfüllt.

Heute ist Indien die grösste Demokratie der Welt und eine Boom-Nation mit nahezu 10% Wachstum, aber mit Problemen, wie Sonia Gandhi deutlich macht, die Vorsitzende der Regierungskoalition aus dem Nehru-Gandhi-Familienclan. "Es gibt viele Indien: ein Indien mit berstendem Wachstum, und ein Indien mit weit verbreiteter Not. Es gibt ein Indien mit neuen Sehnsüchten und Selbstbewusstsein. Aber es gibt auch ein Indien, belastet durch eine Geschichte von Ungleichheit und durch ungleiche Möglichkeiten. Das ist die Realität Indiens."
Doch der Aufstieg Indiens zeigt sich längst nicht mehr nur im Wirtschaftsboom, sondern auch politisch. Indien verbesserte die Beziehungen zu China und den USA, erreichte ein wichtiges Nuklearabkommen mit Washington. Es kämpft um einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat, ist Stimme der Entwicklungsländer in den Welthandelsgesprächen. Das Land mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt tritt immer selbstbewusster auf. Das ist eine Stärke Indiens, trotz aller Mängel und Widrigkeiten, glaubt der indische Erfinder und Unternehmer Sam Pitroda: "Das Schöne an Indien ist, dass es Debatten gibt, Redefreiheit, Demokratie!"

Wünschen wir Indien also nur das Beste zum 60. Geburtstag!!

Sonntag, 29. Juli 2007

Indisches Essen

Seit Mittwoch stöbere ich durch meinen Reiseführer. Was es da alles zu entdecken gibt!! So stimmen die Vorurteile, indisches Essen sei grundsätzlich scharf, Reis das Hauptnahrungsmittel und Tee das beliebteste Getränk nicht wirklich. So wird im Norden des Landes eher würzig als scharf gegessen und Brot bildet die eigentliche Nahrungsgrundlage. Im Süden wird tatsächlich relativ scharf und viel Reis gegessen (ich freu mich jetzt schon auf die vielen Schweissperlen auf meiner Stirn ;-)). Allerdings wird Kaffee statt Tee bevorzugt. Grund für die regionalen Unterschiede liegen in der historischen Prägung der beiden Landesteile. Der Norden stand sechshundert Jahre unter muslimischer Fremdherrschaft. So findet man in Nordindien auch die Küche der Mongulen, welche aus eher schwerer und fettreicherer Kost mit viel Fleisch besteht, während im Süden vegetarisches und leichteres Essen bevorzugt wird.

Jedoch werde ich nicht nach Lust und Laune drauflosessen dürfen, aus gesundheitlichen Gründen werde ich auf rohe Salate, rohes Gemüse und Schweinefleisch (wegen Trichinosegefahr) verzichten müssen. Ebenso auf das in den meisten Restaurants bereitgestellte Trinkwasser.


Wusstet ihr, dass es verschiedene Arten von Fladenbroten gibt?
  • Chapati (einfachtste, popullärste & billigste Brotsorte. auf heisser Herdplatte gebackener Fladen aus Wasser und Mehl)

  • Paratha (dicklicher Pflaumenkuchen. Der Volkornfladen wir mit Butter in der Pfanne gebacken und oft mit einer Kartoffelfüllung angeboten)

  • Puris (Fladen aus Mehl, Wasser und Salz, die in Öl schwimmend gebacken werden, wobei sie sich aufblähen wie Luftballons. Nicht weit verbreitet, dennoch sehr schmackhaft)

  • Naan (im Tonofen bei offenem Feer gebacken. Das grosse, dreieckige Fladenbrot gibt es in verschiedenen Varianten, zB mit Butter bestrichen oder mit Käse gefüllt) Solche haben wir auch im Kings Kurry in Wiedikon gegessen. *mmmmhh*

  • Papad (hauchdünner, oftmals scharf gewürzter Fladen, meist als Appetitanreger vor der Hauptmahlzeit serviert)
Das ist natürlich nur ein kleiner Teil der reichen indischen Küche. Hoffe ihr könnt euch jetzt in etwa vorstellen, was mir kulinarisch alles bevorsteht. :-)

Achja, all die Köstlichkeiten werde ich nicht mit Messer und Gabel sondern von Hand (das Essen soll angeblich viel besser schmecken ;)) essen.

Das Bild habe ich von http://www.indien-reise.com/german/images/SAMOSAS2.jpg

Mittwoch, 25. Juli 2007

Die Qual der Wahl

Jeden Dienstag Abend schaue ich die Sendung 'Zug um Zug' im SF1. Mona Vetsch reist dort mit dem Zug durch Indien. In der zweiten Sendung begegnet Mona in Jaipur Gisela Treichler. Sie reiste vor über 20 Jahren zum ersten Mal nach Indien, schrieb bereits einen Reisführer über das Land der Gegensätze und besucht das Land beinahe jährlich.

Gisela Treichler führt den Travelbookshop am Rindermarkt in Zürich. Und gestern Nachmittag machte ich mich auf um mir einen Reiseführer über Indien zu kaufen. Man muss sich den Laden so vorstellen: eher klein und gemütlich, die Bücherregale reichen vom Boden bis zur Decke und sind mit Bücher aus der ganzen Welt gefüllt. Allein schon das 'Feeling' des Ladens ist ein Besuch Wert. Reisebuchführer über Indien gab es über zehn verschiedene, und so stand ich vor der Qual der Wahl. Aber ich hatte Glück und traf Frau Treichler. Als ich ihr erzählte, ich würde nach Indien reisen, war sie total begeistert. Ihre Freude war richtig ansteckend. Sie begann mir von Indien zu erzählen und stapelte gleichzeitig Buch um Buch vor mir auf. Vom Reiseführer 'Lonelyplanet' und 'Stefan Loose' (die mir von Globetrotter empfohlen wurden) riet sie mir ab und schwärmte dafür für den Führer von 'Reise-Know-How', und zwar aus für mich nachvollziehbaren Gründen: Alle Menschen, die einen Reiseführer kaufen den es nicht in ihrer Sprache gibt kaufen ihn in Englisch. Somit sind die Geheimtipps keine Geheimtipps mehr und die kleineren Hotels schneller ausgebucht. Ausserdem tauchen Europäer anders in eine Kultur ein als zum Beispiel ein Australier oder ein Amerikaner. 'Reise-Know-How' ist ein Deutscher Verlag, somit ist auch das Einzugsgebiet kleiner.
Ich verliess den Laden mit einer detaillierten Karte von Südindien, dem Reisführer von 'Reise-Know-How' über den Süden Indiens und vielen guten Tipps für meine Reise und meine Lektüre nach meiner mündlichen Matur.

So, das ist der momentane Stand meiner Planung. Ich empfehle jedem, der eine Reise plant, egal wohin (auch innerhalb der Schweiz), einen Besuch im Travelbookshop. Oder schaut zumindest mal auf www.travelbookshop.ch vorbei! Der Lade ist ein Paradies für Reisefreunde. :)

Sonntag, 22. Juli 2007

Die Vorfreude wächst

Hallihallo alle zusammen!

Wie die meisten ja bereits wissen, will ich in meinem Zwischenjahr nach Indien. Um die Mailboxes nicht mit Massenmails zu überschwemmen ;) habe ich mir gedacht, ich mache einen Blog, wo jeder selber nachlesen kann wies mir geht.
Im Moment bin ich fleissig am planen, damit ich langsam den ungefähren Zeitrahmen für meine Reise abstecken kann. Ich habe bereits beschlossen, 'nur' den Süden Indiens zu bereisen, dh hauptsächlich Kerala und Goa. In der nächsten Woche werde ich mir den Lonelyplante Reisebuchführer kaufen, der mir von Globetrotter empfohlen wurde.
Je mehr ich mich mit Indien auseinandersetze, desto schneller will ich dorthin :)

Wünsche allen noch schöne Sommerferien!!